Kosmetik für Männer wird noch immer völlig falsch vermarktet

Der Schauma MannWenn mir langweilig ist im Supermarkt, gehe ich gerne zum Regal mit den  Shampoos und betrachte ausführlich das Männershampoo von Schauma um mich zu gruseln. Der Schauma-Mann, er ist so schööööön er fährt sich so durch die Haaaaaaare. Wem führe dabei kein Schauer über den Rücken?

Für eine kleine Gruppe von Käufern scheint der Schauma-Mann zu funktionieren, denn es gibt ihn schon ewig. An mir geht die Produktgestaltung jedoch völlig vorbei. Ich finde sie lustig. Für Männer mit Glatzenbildungstrauma kann der Schauma Mann sogar eine schwere Provokation darstellen.

L'Oreal

L'Oreal versucht Männer als Zielgruppe für Pflegeprodukte auf eine andere Art und Weise zu überzeugen: Mit harten Männern, die männliche Sachen tun, z.B. Hugh Laurie oder Partick Dempsey. Gut, das sind an und für sich schon einmal die richtigen Typen. Sie passen aber nicht zu den Produkten, die sie verkaufen sollen. Bei der Vermaktung von Kosmetik an Männer gibt es generell dieses Problem: Männer hassen Kosmetik, wenn sie Männer sind.  Allein das Wort "Kosmetik" ist schwer vermittelbar. Echte Hardcore-Kosmetik wie Anti-Falten Creme: Allein der Gedanke daran löst doch Fluchtreflexe aus!

Patrick Dempsey- Wild in the DesertDas lässt sich gut an einem Bespiel belegen: Patrick Dempseys Werbe-Film "WILD IN THE DESERT" für L'Oreal. Wieder: An und für sich ansprechend.  Patrick Dempsey fährt mit einem Drag-Racer über einen ausgetrockneten Salzsee. Aber wie bringt man das mit Hautcreme in Verbindung? "Ein harter Mann: Er steigt aus, er schwitzt, er cremt sich ein". Er cremt sich ein?? Nöööö!!

(Um erhrlich zu sein: Das beworbene Produkt ist hier keine Hautcreme sondern ein 96-Stunden Deo, aber 96-Stunden Deos kann doch keiner ernst nehmen. Immerhin, nach der Anwendung braucht man sich vier Tage nicht mehr zu waschen).

Zielgruppenanalyse

Wie dem auch immer sei, es ist an der Zeit den Werbe-Genies von Schwarzkopf und L'Oreal unter die Arme zu greifen und eine kleine "Zielgruppen-Reversions-Analyse" für Männerkosmetik durchzufühen. Als Anti-Beispiel dient der Schauma Mann.

  1. Männer funktionieren anders als Frauen. Frauen kann man eine andere schöne Frau (die Schauma-Frau sozusagen) vor die Nase setzen und sie werden denken "Oh, ist die schön, warum bin ich nicht so schön? Werde ich so schön, wenn ich dieses Produkt kaufe?". Bei Männern löst ein zu schöner Mann eher Aggressionen aus. "EEEY, WASN DAS FÜRN FATZKE?". Männer haben in der Regel ein aufgeblasenes Ego und seltener Minderwertigkeitskomplexe wegen ihrem Äußeren. Man muss ihnen also auf Augenhöhe begenen und jemanden präsentieren den sie respektieren und in dem sie sich wieder erkennen können.
  2. Ein genialer Zusammenhang, der den Shampoo-Vermakrtern bis jetzt durch die Lappen gegangen ist, ist folgender: Männer mögen Bier und Bier ist gut für die Haare!

Als Konsequenz dieser Überlegungen präsentiere ich also hiermit den ultimativen Verkaufsknüller für Herren-Shampoo:

Biernot Shampoo© - Mit Bier:

Biernot - Shampoo mit Bier

Der perfekte Werbeträger für diese Zielgruppe ist ein kleiner aber feiner Nebendarsteller aus "Werner - Beinhart!": Herr Biernot. Erstens enthält sein Name das Wort "Bier" und zweitens kann sich der Durchschnittsmann mit ihm problemlos identifizieren.

Bestellungen können über die Kommentar-Funktion entgegen genommen werden.

 

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